#75 Mitfühlen oder mittragen? Eltern fühlen oft mehr mit, als ihnen guttut.
Shownotes
Viele Eltern spüren sofort die Gefühle ihrer Kinder mit. Wenn das Kind traurig ist, werden wir selbst traurig. Wenn das Kind wütend ist, werden wir innerlich unruhig oder gereizt. Und plötzlich haben wir das Gefühl, diese Emotion jetzt irgendwie lösen oder „wegmachen“ zu müssen.
In dieser Folge spreche ich darüber:
🤍 Warum sich viele Eltern emotional verantwortlich für die Stimmung ihres Kindes fühlen
🤍 Weshalb die Gefühle unserer Kinder oft zu unseren eigenen Gefühlen werden
🤍 Warum emotionale Begleitung nicht bedeutet, jede Emotion sofort lösen zu müssen
🤍 Und wie du lernen kannst, mitzufühlen, ohne alles emotional mitzutragen
Diese Folge soll dir keinen Druck machen, alles perfekt begleiten zu müssen. Sondern dir zeigen, dass Kinder nicht dauerhaft glücklich sein müssen, um emotional sicher aufzuwachsen.
„Es gibt nicht den einen Weg, es gibt nur deinen Weg“
Deine Romina
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast vom Familienkompass.
00:00:10: Mein Name ist Trumina, ich bin Mama, Ehefrau Sozialpädagogin und Gründerin der Familienkampassepp.
00:00:15: Und dieser Podcast hier ist für alle Mamas und Papas die vor den täglichen Herausforderungen des bunten Familienalltag stehen, die offen für neue Perspektiven sind und ihren ganz eigenen und auch persönlichen Weg in Punktualisierung finden möchten, alle Familienmitglieder richtig anfühlt.
00:00:31: Und heute geht es darum, warum wir uns als Eltern so oft verantwortlich für die Emotionen unseres Kindes fühlen und warum wir auch die Emotionen unserer Kinder ganz oft zu unseren eigenen Gefühlen machen!
00:00:44: Ich freue mich dass du mit dabei bist und wir starten direkt los.
00:00:49: Hallo, schön dass du wieder mit dabei bist hier bei einer neuen Folge vom Familienkompass-Podcast.
00:00:53: und heute geht es um Gefühle und Emotionen.
00:00:56: Nämlich um dieses Gefühl für die Emotion des eigenen Kindes verantwortlich zu sein.
00:01:01: Dass wir innerlich sofort angespannt werden wenn unser Kind traurig ist.
00:01:05: Dass Wir direkt das Bedürfnis haben etwas lösen zu müssen wenn unser kind beispielsweise wütend wird oder dass wir anfangen zu erklären zu berügen abzulenken oder Situation irgendwie wieder gut machen wollen sobald unser Kind emotional reagiert.
00:01:19: Und ich glaube, dass ganz viele Eltern diesen innerlichen Druck kennen!
00:01:23: Das Kind beint, ist frustriert oder hat schlechte Laune und sofort passiert innerlich etwas bei uns.
00:01:28: Unser eigenes Nervensystem springt direkt mit an und wir tragen die Stimmung innerlich mit.
00:01:34: Und genau das ist ein Punkt der total spannend ist denn viele Eltern fühlen sich nicht nur verantwortlich für die Emotion ihrer Kinder sie übernehmen sie emotional direkt mit.
00:01:45: wenn das Kind traurig ist werden wir selbst traurige oder wenn das kind wütend ist werden wie auch unruhk und selbst gereizt Also in irgendeiner Art und Weise leidet, leiden wir automatisch mit.
00:01:56: Erst mal klingt das auf der einen Art und Weise total liebevoll weil natürlich lieben wie unsere Kinder über alles.
00:02:02: natürlich Leiden wir mit ihnen.
00:02:04: Natürlich möchten wir nicht dass es ihnen schlecht geht.
00:02:06: aber genau hier verschwimmen zwei wichtige Grenzen Nämlich die zwischen Mitgefühl und emotionale Mittragen.
00:02:16: Denn Mitgefühl bedeutet, ich sehe wie es dir geht!
00:02:18: Ich begleite dich, ich bin da!
00:02:20: Emotionales Mittragen bedeutet deine Gefühle werden gerade zu meinen eigenen.
00:02:25: Und das kann ganz schön schnell passieren Vor allem dann wenn wir auch selbst sehr feinfühlige und mitfühlende Menschen sind Wenn wir viel wahrnehmen, wenn wir Stimmungen ganz schnell spüren oder wenn wir selbst gelernt haben dass Harmoniesicherheit bedeutet wird, die schlechte Stimmung deines Kindes plötzlich nicht einfach nur eine Emotion deines kindes sondern etwas das wir selbst kaum aushalten können.
00:02:49: und genau dadurch entsteht dieser starke innere Druck oder auch dieser stark innere Wunsch die emotion möglichst schnell wieder weg machen zu müssen.
00:02:59: Und ich kenne das von mir selbst auch total gut, gerade mit meinem pädagogischen Hintergrund.
00:03:04: Du weißt theoretisch so viel über Gefühle und Korregulationen, über die emotionale Begleitung – trotzdem sitzt du dann im Alltag da und merkt, wie schwer es manchmal ist, Gefühlen einfach da sein zu lassen!
00:03:16: Vor allem an den Tagen, an denen man selbst einfach keine Kapazitäten mehr hat.
00:03:20: Wenn du selbst müde bist und dein Nervensystem sowieso schon total voll ist dann fühlt sich die Wut oder die Traurigkeit deines Kindes nicht mehr einfach nur wie eine Emotion an sondern wie eine zusätzliche Belastung.
00:03:34: wenn wir jetzt mal ganz ehrlich sind Und genau da beginnt dieses Innere Arbeiten Wie kann ich das jetzt schnell lösen?
00:03:41: Wie kann nicht mein Kind schnell beruhigen, damit es wieder gute Laune hat.
00:03:46: Aber das ist natürlich nicht Sinn der Sache und auch nicht förderlich weil Kinder dürfen traurig sein sie dürfen wütend sein Sie sollen das sogar dieses ganze Arsenal an Emotionen sollen sich spüren sie sollen und dürfen frustriert sein und auch enttäuscht sein.
00:04:01: Gefühle sind nicht immer ein Zeichen dafür dass etwas schiefläuft und ich glaube Das vergessen wir manchmal, weil wir heute unglaublich viel über emotionale Begleitung wissen was grundsätzlich etwas total Positives ist.
00:04:13: Gleichzeitig entsteht dadurch aber auch manchmal dieser unterschwellige Druck dass Emotionen immer sofort richtig begleitet werden müssen das wir immer ruhig bleiben müssen immer verständnisvoll reagieren müssen immer die richtigen Worte am besten sofort und direkt finden müssen.
00:04:29: Und genau das ist unter anderem ein Punkt von ganz, ganz vielen Punkten der Elternschaft manchmal so anstrengend macht.
00:04:37: Weil wir anfangen uns über jeden emotionalen Zustand unseres Kindes zuständig zu fühlen.
00:04:42: aber dein Job ist nicht jede Emotion wegzumachen.
00:04:45: Dein Job ist Beziehung und Beziehungen bedeutet ganz oft einfach erstmal nur da sein!
00:04:51: Nicht lösen, nicht reparieren, nicht sofort regulieren sondern aushalten.
00:04:56: Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass genau dieses Aushalten manchmal unglaublich schwer ist.
00:05:01: Vor allem wenn die Gefühle des eigenen Kindes direkt in uns selber etwas auslösen.
00:05:08: Genau deshalb ist es so wichtig zu lernen zwischen den Gefühlen deines Kindes und deinen eigenen Gefühls zu unterscheiden.
00:05:14: Denn nur weil dein Kind gerade traurig ist musst du nicht automatisch mit in diese Traurigkeit reinfallen.
00:05:20: und nur weil Dein Kind jetzt Beispielsweise gerade wütend ist, musst du diese Wut nicht komplett für dich selber übernehmen.
00:05:27: Das bedeutet natürlich nicht kalt oder distanziert zu werden.
00:05:30: es bedeutet viel mehr emotional stabil zu bleiben und genau dadurch entsteht Sicherheit.
00:05:36: Denn Kinder brauchen nicht in Summe dann zwei Menschen, die gleichzeitig emotional untergehen.
00:05:42: sie brauchen einen Erwachsenen der ihre Gefühle aushalten kann ohne selbst darin zu verschwinden.
00:05:47: Und das ist dieser riesengroße Unterschied denn wenn wir immer die Emotionen unseres Kindes sofort komplett übernehmen reagieren Wir nicht mehr aus der Ruhe raus sondern aus diesem eigenen inneren Stress.
00:06:00: Dann wollen wir diese Situation möglichst schnell lösen.
00:06:02: und wenn wir jetzt hier an diesem Punkt auch noch mal erlesen, gar nicht unbedingt für das Kind sondern für uns selbst weil wir diesen Zustand kaum aushalten können.
00:06:10: Und genau da hilft es unglaublich sich innerlich immer wieder bewusst zu machen dass Gefühl gehört gerade zum einem kind und nicht zu mir.
00:06:19: ich darf mitgefühl haben ohne die Emotionen komplett zu übernehmen.
00:06:23: Und das ist auch etwas, was du wirklich lernen kannst!
00:06:26: Was mir persönlich total dabei hilft, ist erst mal überhaupt wahrzunehmen, was gerade in mir passiert.
00:06:31: Merke ich gerade dass ich innerlich unruhig werde will ich die Emotion... möglichst schnell wegmachen, halte ich den Zustand selbst gerade kaum aus und allein diese Wahrnehmung verändert schon einiges.
00:06:43: Weil man dadurch aus diesem automatischen Reagieren rauskommt!
00:06:47: Und ein weiterer Punkt ist Gefühle nicht sofort lösen zu wollen.
00:06:50: Nicht jede Emotion braucht direkt eine Reaktion.
00:06:54: Das ist ein total wichtiger Satz.
00:06:55: Nicht jeder Emotionen braucht direkt eine Reakktion.
00:06:59: Manchmal reicht wirklich einfach einen... Ich sehe dich dass du traurig bist?
00:07:03: Ich bin für dich da Punkt.
00:07:05: Ohne Ablenkung, ohne eine sofortige Lösung, ohne die Emotion direkt verändern zu wollen und das ist für viele Eltern schwieriger als man denkt weil wir oft das Gefühl haben wir müssen ja aktiv irgendetwas tun.
00:07:18: aber dabei entsteht emotionale Sicherheit genau Dann, wenn Gefühle einfach da sein dürfen und auch hier wieder.
00:07:26: Das bedeutet nicht dass du dein Kind alleine lässt.
00:07:29: natürlich braucht deinen kind begleitung besonders am Anfang.
00:07:32: aber Begleitung bedeutet Nicht automatisch jede emotion sofort zu regulieren Und dann entsteht auch für uns eltern wieder mehr ruhe weil wir anfangen zu verstehen ich darf mit fühlen ohne alles direkt Weg machen zu müssen.
00:07:47: anführungsstrich nicht darf mitfühlen ohne Alles mitzutragen.
00:07:51: Und vielleicht ist genau das heute der wichtigste Gedank aus dieser Folge.
00:07:55: Du bist nicht verantwortlich dafür, dass dein Kind jederzeit glücklich ist!
00:08:00: Du bist für Beziehung, Begleitung und einen sicheren Rahmen.
00:08:04: Aber Gefühle... dürfen trotzdem da sein, auch die unangenehm.
00:08:08: Und genau darin entsteht langfristig die emotionale Sicherheit.
00:08:13: und ich hoffe so sehr dass du aus dieser Podcast-Folge den einen oder anderen Gedanken für dich mitnehmen konntest und ich hoffe auf generell das dir der Familienkompost Podcast gefällt.
00:08:22: wenn ja würde ich mich riesig freuen wenn du ihn mit fünf Sternen bewertest.
00:08:25: oder auch diese Folge einer Mama oder einem Papaschicks wurde.
00:08:27: merkt ihr?
00:08:28: Die Folge könnte gerade gut tun.
00:08:30: und denkt immer dran es gibt nicht den einen Weg Jeno.
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